Die Wahl der richtigen Fahrschule

Pkw- und Motorradführerschein: Diese Klassen bieten fast alle Fahrschulen an.

Zugegeben, das ist nicht ganz einfach. Bereiten Sie Ihre Entscheidung in Ruhe vor; dazu ist es am besten, wenn Sie zuerst Fakten vergleichen. Vor der Entscheidung sollten Sie aber auch Ihr Bauchgefühl und – wenn möglich – Empfehlungen berücksichtigen. Hier finden Sie jedenfalls einige hilfreiche Überlegungen.

Sie sollten bei Fahrschulen nicht nach dem Preis allein gehen, sondern möglichst viele davon persönlich besuchen und sich dabei einen Eindruck von der Ausbildung und den beteiligten Personen verschaffen. Versuchen Sie, den Fahrlehrer respektive die Fahrlehrerin persönlich kennenzulernen. Sie müssen sich immerhin vorstellen können, mit ihm beziehungsweise ihr eine ganze Menge Zeit zu verbringen. Manche Fahrschulen bieten »Probe-Unterrichte« an. Fragen Sie auch, ob Sie einmal als Gast bei einer Fahrstunde mitfahren können.

Gute Fahrschulen bieten eine gute Beratung. Man wird sich Zeit für Sie nehmen und auf Sie eingehen. Dadurch baut sich auch ein angenehmer persönlicher Kontakt auf. Wenn schon die erste Beratung hervorragend verläuft, dann spricht einiges dafür, dass man sich in dieser Fahrschule auch später bestens um Sie kümmern wird.

Ist es wichtig für Sie, auf welchen Fahrzeugen Sie lernen wollen? Dann sollten Sie darüber vorher erkundigen. Es ergibt nicht viel Sinn, wenn Sie sich im Fahrschulfahrzeug nicht besonders wohl fühlen.

Die Tatsache, dass in einer bestimmten Fahrschule angeblich besonders wenig Fahrstunden gemacht werden, muss nicht unbedingt ein Indiz für die Qualität der Ausbildung sein, eher ist es umgekehrt. Nebenbei bemerkt: Autofahrer sprechen gern darüber, wie wenig Fahrstunden sie angeblich genommen haben, denn damit gilt man ja gemeinhin als guter Fahrer — doch wer kann es nachprüfen? Vorab-Pauschalangebote seitens der Fahrschule (»Führerschein mit soundsoviel Fahrstunden inklusive Prüfung« ) sind jedenfalls nicht zulässig und widersprechen auch der individuellen Begabung des Fahrschülers.

Der sicherste Tipp ist aber nach wie vor dieser: Finden Sie in Ihrem Bekanntenkreis unter ehemaligen Fahrschülern heraus, welche Erfahrungen sie mit dieser und jener Fahrschule und dem Fahrlehrer gemacht haben. Diese Bewertungen aus erster Hand sind Gold wert. Prüfen Sie dabei aber auch, ob die Erwartungen, die Sie an eine gute Ausbildung haben, sich mit den Ansprüchen Ihrer Freunde decken. Denn vielleicht möchten Sie ja, im Gegensatz zu Ihren Freunden, gar nicht »möglichst schnell in die Prüfung«, oder Ihnen ist ein ruhiger Fahrlehrer lieber als ein »cooler«?

Ein weiterer Gesichtspunkt ist das gesamte Angebot der Fahrschule. Falls Sie in die Zukunft schauen und beispielsweise über einen späteren LKW-Führerschein nachdenken, könnte es eine gute Idee sein, bereits beim Autoführerschein solche Fahrschulen in die engere Wahl zu nehmen, die auch andere Fahrerlaubnisklassen anbieten können. Das gleiche gilt natürlich auch für den Motorradschein, wenn Sie nicht gleich PKW und Krad gemeinsam lernen können oder wollen. Gerade im Motorradsektor gibt es übrigens sehr engagierte und extrem kompetente Fahrschulen, die sich unter den örtlichen Motorradfahrern einen entsprechend guten Namen gemacht haben.

Wie oft erteilt die Fahrschule den theoretischen Unterricht? Zu oft wäre genau so ungünstig wie zu selten, denn das Lerntempo muss schließlich zu Ihrem persönlichen Alltagsrhythmus passen. Was nützen vier Unterrichtstermine pro Woche, wenn man nur jeden zweiten Abend kommen kann und die anderen beiden Lektionen versäumt...

Melden Sie sich letztendlich nur dort an, wo Sie sich insgesamt am besten aufgehoben fühlen, auch wenn Sie woanders auf den ersten Blick weniger Geld bezahlen müssten. Unterm Strich wird es dann, auch in der Fahrschule mit den höheren Preisen, wahrscheinlich preiswerter.

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