Tipps für die Fahrprüfung

Die Fahrprüfung kann beginnen

Irgendwann ist es soweit. Manche können es gar nicht abwarten, und jeder ist nervös: Die Fahrprüfung steht vor der Tür.

Tatsache: So schwer, wie sie oft geschildert wird, ist die Fahrprüfung nicht (sonst gäbe es wohl kaum so viele Menschen mit Führerschein...)

Je nachdem in welchem Bundesland man wohnt, sind in Deutschland die DEKRA oder der TÜV für die Abnahme von Fahrprüfungen zuständig. Es gibt aber einheitliche Prüfungsrichtlinien.

Mit etwas Planung kann man die typischen, oft hausgemachten Probleme vermeiden. Neben unseren Tipps ist natürlich auch das, was Ihr Fahrlehrer Ihnen zur Prüfung sagt, mindestens genauso wichtig.
 
 

Das sollte man beherzigen (+)

  • Schon während der Ausbildung alle wichtigen Fragen rund um die Prüfung notieren und früh genug mit der Fahrschule besprechen. Hektik zum Schluss NERVT!
  • Den Prüfungsablauf detailiiert mit dem Fahrlehrer klären. Am besten erstellt man gemeinsam einen Notizzettel, auf dem alles Wesentliche steht:
    • Wann und wo genau treffen wir uns?
    • Mit welcher Buslinie komme ich zum Prüfungsort?
    • Wie viel Geld muss ich noch mitbringen?
    • Brauche ich außer dem Personalausweis sonst noch irgendetwas?
  • Kurz vor der Prüfung hat man nicht die Gelegenheit, alle Formulare und Abrechnungen sorgfältig genug durchzulesen. Bestehen Sie deshalb darauf, sämtliche Formulare spätestens einen Tag vor der Prüfung zu unterschreiben. So haben Sie genug Zeit, sich alles genau durchzulesen und offene Fragen zu klären.
  • Vereinbaren Sie, dass der Fahrlehrer am Prüfungstag alle amtlichen Formulare selbst mitbringt, nehmen Sie also keins dieser Papiere mit nach Hause.
  • Am Abend vor der Prüfung früh genug ins Bett gehen. Eventuelle Einschlafschwierigkeiten mit einem Buch überbrücken, das man schon lange mal lesen wollte. Dann ärgert man sich nicht so, falls das Einschlafen nicht funktioniert (Merke: Selbst mit nur zwei Stunden Schlaf kann man die Fahrprüfung bestehen ;-)
  • Am Prüfungstag kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Damit Sie währenddessen nicht nervös umherlaufen, nehmen Sie lieber ein interessantes Taschenbuch mit, das lenkt ab.
  • Brillenträger müssen unbedingt ihre Brille mitnehmen! Das klingt logisch, aber besonders diejenigen, die ihre Sehhilfe nur zum Autofahren tragen müssen, neigen dazu, sie zu Hause zu vergessen.
  • Die Kleidung darf nicht zu eng anliegen und sollte unbedingt »getestet« sein: also nur solche (bequemen!) Hemden, Hosen, Schuhe tragen, die man vorher schon mal in einer Fahrstunde erfolgreich ausprobiert hat. Die Hände können während der Fahrt schon mal schweißiger werden als sonst, und dann ist eine Jeans viel besser zum Abwischen geeignet als ein feiner Stoff. Es ist nicht nötig, in »piekfeinen Klamotten« zu erscheinen — wie der letzte Schlumpf sollte man aber auch nicht aussehen.
  • Ruhig ein Stofftaschentuch einstecken, mit dem man sich die Schweißperlen von der Stirn wischen kann. Aufgeregt zu sein ist etwas völlig Normales, aber vielen ist es dann unnötig peinlich. Schweißtropfen, die ins Auge gelangen, können sogar ein Risiko sein.
  • Lieber 30 Minuten zu früh am Treffpunkt kommen als eine Minute zu spät. Den früheren Bus nehmen.
  • Rechtzeitig herausfinden, ob noch ein Toilettengang nötig ist. Besser wär's.
  • Das Handy vor der Prüfung komplett ausschalten. Selbst ein Vibrationsalarm könnte Sie vom Fahren ablenken.
  • Die Armbanduhr vor Fahrtantritt lieber ausziehen; es ist besser, wenn man sich über die Fahrzeit während der Prüfung keine Gedanken macht.
  • Wenn der Prüfer kommt, begrüßen Sie ihn ganz normal mit Handschlag, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Dabei sollten Sie sich mit Namen vorstellen.
  • Wenn etwas schiefläuft, daran denken: »Fehlerfrei« gibt's nicht, sondern »Ich gebe mein Bestes!«

Das sollte man vermeiden (-)

  • Möglichst die theoretische und praktische Prüfung nicht am selben Tag machen. Es gibt nämlich ein finanzielles Risiko (wer die Theorie nicht schafft, darf nicht fahren, muss aber in der Regel den Prüfungstermin voll bezahlen). Außerdem kann die lange Wartezeit zwischen den beiden Prüfungen unter Umständen ziemlich zermürbend sein.
  • Den genauen Prüfungstermin nicht an die große Glocke hängen. Denn wenn erst einmal die Freunde Bescheid wissen, steht man unter großem Erfolgsdruck. Falls es unbedingt sein muss, sollten nur die Eltern, der Lehrer oder der Chef eingeweiht werden.
  • Am Tag vor der Prüfung nicht zu viel essen! Alkohol kommt sowieso nicht in Frage.
  • Gut gemeinte Tipps von Verwandten und Bekannten, deren eigene Fahrprüfung vielleicht schon Jahrzehnte zurückliegt, können nach hinten losgehen. Beherzigen Sie lieber die Ratschläge, die Ihr Fahrlehrer Ihnen gegeben hat.
  • Das Gespräch mit »Leidensgenossen« von anderen Fahrschulen, direkt vor der Prüfung meiden — speziell, wenn die schon mal durchgefallen sind. Denn dabei kommt meist nichts Nützliches heraus, sondern es wird gerne stark übertrieben, und dadurch wird man nur noch mehr verunsichert.
  • Nicht nervös werden, wenn der Fahrschulwagen zur vereinbarten Zeit nicht am Treffpunkt auftaucht. Verspätungen sind am Prüfungstag nichts Besonderes. Jetzt zahlt sich der Notizzettel aus, denn Sie können darauf immer und immer wieder nachschauen, dass Sie wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind ;-)
  • Wenn man beim Fahren bemerkt, dass man einen "schlimmen" Fehler gemacht hat: auf keinen Fall lange drüber nachdenken. Vielleicht kann der Fahrprüfer ja ein Auge zudrücken, wenn es ordentlich weitergeht...
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