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Fahrschule, Ausbildung, Prüfung

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Neil90
27.02.2014, 19:37 Uhr

Fahrschulwechsel? Probleme über Probleme :(

Hi zusammen!

vielleicht hat einer einen Rat für mich, denn ich verzweifele langsam.

Für den Sachverhalt muss ich etwas weiter ausholen.
Jetzt so mit 24 dacht ich mir, ich fange mal mit dem Führerschein an, bevor ich da langsam zu alt für bin. Ich hab mir also hier im Ruhrgebiet eine Fahrschule ausgesucht und nach einigen Theoriestunden mit den Fahrstunden begonnen. Soweit so gut. Hier beginnt der Albtraum.

Erste Fahrstunde: Ich steige zu dem Fahrlehrer ins Auto, er sagt "Fahr los".. Gut, ich saß vorher noch nie am Steuer, wusste aber zumindest ungefähr, was ich da treten muss, um das Fahrzeug zu bewegen. Nach 3x Ruckeln und Abwürgen fuhr ich dann auch. Der Fahrlehrer ging allerdings davon aus, dass jeder normale Mensch vor der Fahrschule schon mal ein paar Stunden mit Papa's Auto geübt oder gar schwarz gefahren ist. Öhm ja, diese Möglichkeit gab es bei mir einfach nicht. Ich hatte eigentlich gehofft, dass mir das schrittweise erklärt und mit mir eingeübt wird. Dann also die Kaltwassermethode.. Er lotst mich also durch den Essener Berufsverkehr, mein Puls ist auf 160 und ich bin schweißgebadet.. Klar... Ich bin zudem eh ein ängstlicher Mensch.. Da ging das Debakel dann los: bei jedem kleinsten "Fehler" totales Geschrei (z.B. bei ner Ampel n Meter zu weit hinten gehalten, am Zebrastreifen gebremst, obwohl keiner rüberwollte...)... Da felen Bemerkungen wie "Du bist doch total dumm, was machst du da.. Das is kein Computerspiel... Wenn es einen Wettbewerb für den dümmsten Fahrschüler und den schlauesten Fahrlehrer gäbe, wir würden sofort gewinnen..." ... Meistens kommuniziere ich den Fehler mit ihm, indem ich sage "Oh pardon, da habe ich jetzt gepennt und war unaufmerksam" .. Antwort ist meistens ein sehr aggressives "Du bist einfach total dämlich.. Das hat nichts mit nervös-sein zu tun! Talent musst du schon haben." ... Dann folgt hier und da ein blöder Witz über mich und meine Person, mein Aussehen oder meine Fahrweise, dann lacht er mich ein paar Minuten aus, lästert über andere Fahrschüler und baggert Frauen am Gehsteig durchs Seitenfenster an.

So geht das seit 9 Fahrstunden. Jedes Mal demotivierendes Gebrülle, Verständnisprobleme, weil er sein Gefluche auch gerne mal mit griechischen Schimpfwörtern aufpeppt. Sein griechischer Akzent ist auch nicht mal schlimm, ich muss halt öfter mal "Wie bitte?" fragen.. Auch das bringt ihn zur Weißglut.. Manchmal kommen aufbauende Worte, aber das verfliegt schnell wieder.. Die Stimmung ist grundsätzlich angespannt, ich werde immer nervöser und habe beim Fahren mittlerweile einen Tunnelblick und totale Panik entwickelt... Vor jeder Fahrstunde kann ich kaum schlafen...

Ich hab ihm dann mal auf meine Stundenanzahl aufmerksam gemacht und dass ich anscheinend etwas mehr Übung brauche als andere, da kam dann zurück: "Ja der Prüfer achtet auch auf alles, ich will dich ja nur darauf vorbereiten, da muss ich hart sein." ... Das geht für mich aber nur in einem Klima, wo ich als zahlender Kunde verständnisvoll und geduldig geschult werde.. Dann bin ich auch entspannter und aufmerksamer, Kritik kann man sachlich äußern, alles andere bringt mich aus der Fassung und macht mich nervös. Er wird ja immer sehr persönlich und verletzend. Ich mache ja auch keine gefährlichen Fehler.. Es sind Kleinigkeiten und Überforderung an Stellen, wo es mir vorher auch einfach keiner gezeigt hat. Das passiert erst mit einem aggressiven Ton, nachdem ich es 5x falsch gemacht und mir 5x dafür Schimpforgien anhören durfte. Ich finde meine Fahrweise für einen auf meinem Stand ganz normal... Kenn Leute, die da länger zu beißen hatten an der Fahrzeugbedienung. Der Typ will halt, dass ich plötzlich alles kann und in kürzester Zeit automatisiert habe.. Aber selbst beim Schalten muss ich noch viel nachdenken.

Ein schulinterner Lehrerwechsel ist leider nicht möglich, weil die anderen Fahrlehrer sehr ausgebucht sind (Wen wundert's)...
Es gibt sicher Leute, die sowas abkönnen und einfach zurückbrüllen.. So einer bin ich halt nicht... Und nun hab ich den Salat: Totale Fahrangst und schlaflose Nächte... Spaß macht es mir so garnicht.. Und da der Typ auch unverbesserlich ist (er geht mit den anderen Schülern auch so um, aber die beißen sich durch), sehe ich keine Hoffnung in einem weiteren Gespräch. Im Theorieunterricht lästert er auch über andere Fahrschüler richtig ab... Absolut demotivierend. Da is mir manchmal echt zum Heulen zumute. Eigentlich genießt die Fahrschule einen recht guten und seriösen Ruf hier... Hatte mir das irgendwie anders vorgestellt. Jetzt hab ich hier die Panik vorm Autofahren... Dabei könnte ich das echt effektiver lernen und Spaß daran entwickeln..

Jetzt die Frage... Ganz in der Nähe gibt es eine Fahrschule, die u.a. auf Angstbewältigung spezialisiert ist.. Ich würde da gerne mal vorstellig werden und ggf. wechseln, die können mit meinen Problemen vielleicht besser umgehen... Allerdings hab ich bislang die Theorie nur zu 2/3 abgeschlossen und hab gerade in der Fahrschule meinen Führerscheinantrag inkl Gebühr abgegeben... Kann ich jetzt überhaupt noch wechseln? Wieviele Mehrkosten müsste ich in Kauf nehmen? Und wie spreche ich das am besten an? Ich verbinde mit der Fahrschule einfach nur noch Magenschmerzen... daher trau ich mich nich so recht, das mal anzugehen.. Ich bin da ja auch erst seit einem Monat...

hat jemand mit sowas Erfahrungen, Tipps, gerade im Bezug auf so eine Situation? Bin da ja sicher kein Einzelfall.. :(

Danke im Voraus und viele Grüße...

N.

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Peg
28.02.2014, 21:07 Uhr

zu: Fahrschulwechsel? Probleme über Probleme :(

Natürlich kannst du wechseln. Zu jeder Zeit.
Der Fahrschulwechsel kostet dich beim TÜV ca. 20 Euro (egal wann).
Über die Theoriestunden wirst du von der alten FS eine Bescheinigung erhalten, so dass du nicht mehr als die ges. vorgeschrieben Std. (12 2) absolvieren musst.
Zu deinen Zahlungspflichten (bzw. Erstattung durch die FS) steht in den AGB der Fahrschulen:
** Kündigt die Fahrschule aus wichtigem Grund oder der Fahrschüler, ohne durch ein vertragswidriges Verhalten der Fahrschule veranlasst zu sein (siehe Ziff. 5), steht der Fahrschule folgendes Entgelt zu:
(...)
d) 4/5 des Grundbetrages, wenn die Kündigung nach der Absolvierung von zwei Dritteln der für die beantragten Klassen vorgeschriebenen theoretischen Mindestunterrichtseinheiten erfolgt, aber vor deren Abschluss. **

Die vollständigen AGB kannst du hier (oder in deinem Ausbildungsvertrag / Aushang in der FS) nachlesen: http://www.fahrlehrerverband-bw.de/AGB.pdf

Gut möglich, dass dir die Folgefahrschule einen Teil der Anmeldegebühr erstattet, weil du ja nicht mehr die ganzen, in der Anmeldegebühr enthaltenden, Leistungen in Anspruch nimmst (Verhandlungssache).
Die Gebühr für den Führerscheinantrag hättest du so oder so bezahlen müssen. Wenigstens den Anteil fürs Amt. Wenn sich die alte FS auch den Weg dorthin bezahlen ließ, ist das natürlich weg. Aber diese Leistung wurde dann ja auch erbracht ....
Für den Fall, dass dir schon Beträge für die theoretische und/oder praktische Prüfung abgenommen wurden, müssen diese zurück erstattet werden.

Sprich mit der FS, bei der du die Ausbildung evtl. weiterführen möchtest.
Sie werden dir die entspr. Infos geben und meist regeln sie den Schriftkram ohne, dass du darin Energien verschwenden musst.

Viel Erfolg auf deinem weiteren Werdegang zum motorisierten Kraftfahrer! :o)

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