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FAHRTIPPS Smalltalk :-)

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12.04.2006, 16:56 Uhr

Kawasaki ZZR1400

Huhu!

Ich habe mir überlegt dieses Motorrad zu kaufen. Das Modell scheint ja noch ziemlich neu zu sein. Ist das ähnlich wie bei Autos mit den Lieferzeiten (2-3 Monate)? Oder geht sowas bedeutend schneller?!

Für mich kommt momentan nur dieses in Frage. Denn es hat alles was ich haben will. Nen starken Motor, wirklich geiles Aussehen (wenn ich das mal so sagen darf :-D) und ABS. Finde ich auch ganz wichtig. Habe keine andere Maschine in dieser Leistungsklasse gefunden, die ABS an Bord hat.

Kawasaki bezeichnet das Motorrad als "Sporttourer". Eine Ninja steht ja unter "Supersportler" und ich vermute mal, dass diese nochmehr für den Rennsport ausgelegt ist, oder?!

Wer kennt sich denn mit solchen Maschinen aus? Wäre über Tipps dankbar :-D

Grüße
Lizzard

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12.04.2006, 22:47 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

>>>... und wieder ein thread für lizzard`s heldenecke.<<<

Hä? Was hat das mit Heldentaten zu tun :-P

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13.04.2006, 18:57 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Also die ZZR 1400 im Vergleich zur Ninja ist wesentlich schwerer und du liegst auch nicht so extrem drauf. Wenn du willst kannst du mti der aber ne 1/4 Meile in 10.5sec fahren ;).

Außerdem hat sie halt "schnickschnack" wie Tankuhr, Abs usw. alles was man an der Ninja weg lässt um Gewicht zu sparen.

Aber lieg ich richtig das du erst deinen Schein gemacht hast?

Mit der Maschine ist jeder Fahranfänger 100%ig überfordert (außer geborene Rossi versteht sich). Das Ding is schwer, aber ein Gaszug reicht und du fährst 200. Mit der Maschine unterschätzt man außerdem die Geschwindigkeit.

Überlegs dir, das ist es nicht wert. Lern erst richtig das fahren und dnan kann man sich (mit viel Erfahrung) auf so ein Moped setzen!

Chris

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13.04.2006, 19:12 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

>>>Aber lieg ich richtig das du erst deinen Schein gemacht hast?<<<

Hehehe, ich habe nichtmal meine erste Fahrstunde hinter mir. Ich bin aber schonmal paar Meter mit ner Hayabusa oder wie die geschrieben wird gefahren. Ich fand, dass man die recht gefühlvoll anfahren konnte. Man darf halt nur ganz wenig Gas geben und ganz weich einkuppeln.
Die 125er kam mir sogar etwas direkter vor. Allerdings hab ich die Hayabusa erst letzten Sommer gefahren. Das mit der 125er ist etwas länger her...

Ne, naklar würde ich erst ne Probefahrt mit so einer Maschine machen.
Du hast mir aber sehr weiter geholfen, danke dir ;-)

Genau sowas hab ich mir unter "Sporttourer" vorgestellt. Praktisch so ähnlich wie nen AMG. Ein komfortables, hochgezüchtetes Fahrzeug mit weniger Sporteigenschaften. ;-)

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13.04.2006, 19:30 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Hallo,

so ein Motorrad als Anfängermotorrad?

Was meiner Meinung nach dagegenspricht:
- Du lernst nicht richtig Motorradfahren, sondern bist mit so einem Teil vor allem in den Kurven völlig überfordert ( Behaupte ich mal so pauschal, auch wenn ich dein talent nicht kenne)

- Wenn du dich nicht absolut beherrschen kannst, können 180 (?) PS richtig ins Auge gehen...

- Du wirst am Anfang mit so einem Teil nicht schneller sein als z.b. mit 80PS (außer auf Bolzengeraden Strecken)

- Ein Surz, ja selbst ein Umfaller geht bei einer Vollverkleideten ganz schön ins Geld...

Aber jeder hat seine Philosophie vom Motorradfahren. Wenn du sie haben willst kauf sie dir. Viel Spaß und immer schön vorsichtig ;-)

gruss,

zink



gruss,

zink

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13.04.2006, 21:25 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Wegen der eigenen Beherrschung mach ich mir wenig Sorgen. Ich bin's gewöhnt höher motorisierte Autos zu fahren. Wird dann ähnlich wie dem Motorrad gleichkommen.

Probefahrten mach ich auf jeden Fall. Wenn diese Maschine wirklich so hart am Gas liegt und unkontrollierbar ist, werde ich mir so ein Teil natürlich nicht kaufen.
Ich lasse es einfach mal offen. ;-)

Kann mir einer noch was zu der Lieferzeit bei Motorrädern sagen? Einerseits müssten ja sofort welche vorhanden sein, da es keinerlei individuelle Ausstattungensmöglichkeiten gibt. Wie Navi, Klima etc...
Vielen Dank!

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13.04.2006, 21:33 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»Wegen der eigenen Beherrschung mach ich mir wenig Sorgen. Ich bin's gewöhnt höher motorisierte Autos zu fahren. Wird dann ähnlich wie dem Motorrad gleichkommen.«

Nene jeder Fahranfänger kann sich in nen E55 AMG setzen und mit gewisser Vorsicht unfallfrei fahren, nur ein Motorrad ist nunmal kein Auto.

Ich bin letztens auch mit 507ps gefahren, is kein Problem. Hab nen Käfig um mich rum und wenn ich mich verschätze hab ich allesamt elektronische Hilfen drin und kommt es doch hart auf hart ist die Chance lebend bzw unverletzt rauszugehen deutlich geringer. Ein Auto hat nunmal mehr Grip Reserven als ein Moped ;).

Und wie Zink sagte, als Anfänger wirst du auf dieser Maschine keinen Deut schneller sein als auf einer wesentlich kleiner motorisierten, auf der du die eigentliche Fahrtechnik lernen wirst.

Und umschmeissen wirst du sie auch mal, aber ich appelliere nur an die Vernunft ;).

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13.04.2006, 21:37 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

ach und zu den Lieferzeiten:

Kann ich dir so nicht sagen. Nur dauert bei einem Auto die Lieferzeit nicht so lange, weil es soviele unterschiedliche Austattungsmöglichkeiten gibt, sondern weil einfach die Nachfrage/Auslastung sehr groß ist. Wenn nunmal 10 Kunden vor dir bestellt haben, bekommst du erst den 11. Wagen ;).

Duff

PS: Ruf doch einfach mal nen Kawa Händler an und frag nach!

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13.04.2006, 22:59 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Joa ich werde demnächst mit Sicherheit bei Kawasaki vorbeischauen. Auch mal Probe sitzen :-D

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14.04.2006, 16:23 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Was fuer ein Unsinn, da faellt mir ja fast nichts mehr zu ein.
Hier faellt gerade mal wieder jemand auf die Werbeaussage "staerkstes Serienmotorrad der Welt" herein.

Erstens mal ist es als Fahranfaenger sowieso voellig daneben, sich ein Neufahrzeug zu kaufen - in den ersten Jahren der Motorradkarriere wirft man den Bock erfahrungsgemaess mehrfach hin, sei es beim Wenden, Schieben, "Auf-den-Staender-Stellen" oder manchmal auch einfach beim Fahren.
Das tut bei einem Neufahrzeug dieser Kategorie dann richtig (finanziell) weh.

Zweitens lernst du auf so einem Ding nicht Motorradfahren; Du wirst immer nur Passagier auf deinem Bike sein, mit leicht gruenlichem Gesicht, hoffend irgendwie doch noch um die naechste Ecke zu kommen. Grenzbereiche ausloten und fuer diese geeignete Fahrtechniken erlernen/antrainieren ist mit so einem Ding als Anfaenger voellig undenkbar.
Die Leistung dieses Motorrades ausschoepfen wirst du damit weder koennen noch lernen, ausser vielleicht beim geradeaus-Bolzen auf der Dosenbahn - das liegt ausserhalb meines Interesses, ich bin Motorradfahrer.

Drittens ist das Ding viel zu schwer - keine Chance das Fahrverhalten zu erfuehlen, die ganzen kleinen Mini-Rutscher und das seidige Schmieren bevor ein Reifen abhaut, das Arbeiten des Rahmens und der Federung, die ganzen kleinen wertvollen Hinweise die dir ein Motorrad gibt - sie werden alle in der Metallmasse verschluckt.

Viertens - ueber Geschmack laesst sich streiten - ist das Ding auch noch haesslich. Gugg mal eine Bimota YB11 oder Yamaha R1 oder Ducati 999S oder Aprilia RSV Mille R im Vergleich an - das sind in Metall gegossene Schoenheiten.

Also wenn du so ein Ding wirklich kaufen willst, kauf es, und wir treffen uns dann am Kesselberg / Tatzelwurm / Grossglockner / anderem Alpenpass deiner Wahl; ich komme mit einer aeltlichen 60PS Karre, und werde dich richten dass du denkst du faehrst rueckwaerts, und demuetigen bis du nicht mehr weisst wie du heisst.

Ein besserer Plan waere:
- Jahr 0: Fuehrerschein machen, KTM LC4 (130kg/60PS) kaufen (gebraucht), Umbauen auf SuperMoto, und ueben ueben ueben.
- Jahr 1: KTM auswringen, ueben, ueben, ueben.
- Jahr 2: KTM SuperDuke kaufen (gebraucht), 120PS/190kg, ueben ueben
- Jahr 3: SuperDuke auswringen und immer noch ueben ueben..
- Jahr 4: Sport-600er kaufen: CBR600 / Yamaha FZR600 / Yamaha R6 / Suzuki GSXR 600 / Kawa Ninja 600 oder dergleichen: 180kg, 130 PS, natuerlich gebraucht. Und ueben ueben ueben...
- Jahr 5: Mit der 600er ueben ueben und auf die Rennstrecke: 6-8 Events a 3 Tage mitfahren.
- Jahr 6: 900er (Blade?) oder 1000er (R1, GSXR?) kaufen - gebraucht - 170kg/150PS. Ueben ueben, viel Rennstrecke fahren.
- Jahr 7: Immer noch mit dem Kilo ueben ueben.
- Jahr 8: Traummotorrad kaufen (160kg/340PS), neu, fahren koennen und gluecklich sein.
Und waehrend der ganzen Zeit stellst du dir noch einen 250er Crosser in die Garage, mit dem du in Wald und Feldern wuetest - nichts lehrt besser Fahren als MotoCross. Im Winter auch SuperMoto in der Halle, sofern du nicht gerade auf Enduro-Touren in Spanien oder dem Balkan bist.

Wenn du das so machst, wird unsere Sorge um dich gleichermassen sinken, wie unsere Achtung vor dir steigt.

Frohe Ostern.

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14.04.2006, 16:53 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»Erstens mal ist es als Fahranfaenger sowieso voellig daneben, sich ein Neufahrzeug zu kaufen - in den ersten Jahren der Motorradkarriere wirft man den Bock erfahrungsgemaess mehrfach hin, sei es beim Wenden, Schieben, "Auf-den-Staender-Stellen" oder manchmal auch einfach beim Fahren.
Das tut bei einem Neufahrzeug dieser Kategorie dann richtig (finanziell) weh.«


Das kann ich bestätigen... Auf meinen ersten 50km mit der neuen Maschine habe ich auf Schnee mit der Vorderradbremse gebremst... und schon lag ich da.

Das nächste Mal wollte ich in einer Ortschaft überholen, bin in Schräglage und mit viel Gas über eine Sperrfläche gefahren, auf der Kies lag: Hinterrad weggerutscht und wieder lag ich da. Da war ich das erste Mal froh, dass ich mir eine vollverkleidete Maschine für den Anfang habe ausreden lassen, die einzigen Schäden waren ne Delle im Tank, ein angeschliffener Motordeckel und ein verbogener Lenker. Mit einer ZZR wäre das sicher finanziell nicht so glimpflich abgelaufen.....

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14.04.2006, 17:28 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Ok ok... Also vollverkleidet empfehlt ihr nicht?

KTM scheint mir nur crossähnliche Motorräder zu bauen. Ist allerdings nicht so mein Fall.
Dachte da eher an nen Sportler so um die 70 - 100 PS.

>>>keine Chance das Fahrverhalten zu erfuehlen, die ganzen kleinen Mini-Rutscher und das seidige Schmieren bevor ein Reifen abhaut, das Arbeiten des Rahmens und der Federung, die ganzen kleinen wertvollen Hinweise die dir ein Motorrad gibt - sie werden alle in der Metallmasse verschluckt.<<<

Ist das allgemein bei allen vollverkleideten Maschinen oder nur bei den ZZR-Kaliber, wegen des hohen Gewichts?

Auf ne Rennstrecke werde ich sicherlich nicht fahren. Zudem liegt es nicht in meinen Interesse voll am Limit zu fahren.

Ich werde alles mal Probe fahren. Dann entscheiden. Hab jetzt erste Fahrstunde also bis später :-D

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14.04.2006, 19:03 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Sportler um die 70-100PS? Vielleicht ne SV650 mit Halbverkleidung, von der hört man nur Gutes oder ne TRX850 (Yamaha). Von den Vollverkleideten Sportlern gibt es soviel ich weiss gar keine mehr unter 100ps...

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14.04.2006, 22:13 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Äh mal ne kurze Frage... Wie lange habt ihr so für Fahrstunden gebraucht bis zu den Sonderstunden? Ich habe alleine nächste Woche 3 Fahrstunden. Danach wird er sehen wie ich mich weiterentwickelt habe und über Sonderstunden nachdenken...
Ich bin zwar gut gefahren wie er sagte, aber wie soll ich denn nach 3 Stunden schon auf den Motorrad sogut klar kommen? Find ich persönlich bisschen krass. Oh man 3 Stunden nächste Woche. Jetzt weiß ich wieder was Fahrschulstress bedeutet :-P

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15.04.2006, 09:20 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

ich hatte nach 2 Doppelstunden meine erste Überlandfahrt. Davor nur Übungsplatz

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15.04.2006, 12:23 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

>>>...echt klasse Lizzard, dass Dein Fahrlehrer Dir die Fahrstunden an einem gesetzlichen Feiertag erteilt!<<<

Jo finde ich auch! Aber da er bis Dienstag im Urlaub ist(wie ich), macht er das gerne!

>>>...meinst Du im ernst, die M-Händler geben Dir alle möglichen Maschinen -möglichst neu, noch nihct zugelassen aber mit viel Hubraum und noch mehr Kw- (ein paar Tage nach der Prüfung) zum ausprobieren?<<<

Das werde ich ja dann sehen. Wenn ich eines kaufen will, warum nicht?

>>>In der Theorie gibt es doch sowieso keinen Besseren, oder? ;)<<<

Doch zink... Der hat ja nur 2 Doppelstunden gebraucht ;-)
Ich hatte gestern eine Doppelstunde (2x 45 min.). In der nächsten Woche folgen 3 Doppelstunden!

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15.04.2006, 13:03 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»KTM scheint mir nur crossähnliche Motorräder zu bauen. Ist allerdings nicht so mein Fall. «

Nicht ausschliesslich. Sogar in der MotoGP Szene ist KTM aktiv, nicht erfolglos (in den kleineren Klassen) - allerdings kann man derartige RaceBikes bzw. deren Replikas bisher noch nicht kaufen.

Was ich allerdings meinte, sind die SuperMoto Bikes von KTM; SuperMoto sind umgebaute Enduro/Cross Motorraeder mit groesseren Bremsscheiben und kleineren, breiteren Raedern sowie Strassenreifen (durchaus auch Slicks).
Auf einer SuperMoto kann man dermassen wueten, es ist kaum vorstellbar - auf der Strasse aufsetzende Metallteile, schwarze Striche am Kurvenein- und ausgang, und Schraeglagen bis fast der Lenker aufsetzt sind im SuperMoto voellig normal (Knochenbrueche leider auch, *big sigh*).

Meine Empfehlung fuer Jahr 2 war ja "Super Duke":
Hier http://www.bikerszene.de/motorrad-fahrberichte/KTM
/990-Super-Duke/index.html
kann man darueber lesen, und hier http://www.einefetza.com/einefetza/mainsite2005/on
click/themes/smvsduke/index.html
eine SuperDuke in Aktion. Da bleibt kein Auge trocken.

Allerdings bleibt meine dringende Empfehlung, in Jahr 0 und 1 erstmal die etwas zahmere LC4 zu fahren - gibt es als KTM 640 LC4 SM Prestige fertig im SuperMoto Trim, oder man kauft sich eine normale LC4 Enduro und jeder KTM Haendler macht die notwendigen Umbauten.

»Dachte da eher an nen Sportler so um die 70 - 100 PS«

Eine der geilsten Maschinen dieser Klasse waere die Original-Fireblade von Honda: CBR 400 RR Fireblade. Die 900er Blade heisst zwar auch Fireblade, aber das Original war eben die 400er.
Ca. 70PS bei wenig Gewicht, da geht was - ich bin letztes Jahr in Pannonien desoefteren von einer 400er Blade eingestampft worden, mit einem Koenner drauf - der Typ konnte mit dem Ding Linien fahren, von denen ich nichtmal zu traeumen wage.
Desweiteren haetten wir da die VFR400, ein richtig edles Teil mit Einarmschwinge und richtig Dampf unter der Haube - ca. 80PS bei 130kg. Liegt auf der Strasse wie ein Brett, aber es ist nicht einfach das Vorderrad am Boden zu halten. Nachteil der VFR ist der ueberzuechtete Motor, der eigentlich nur Vollgas akzeptiert - wenn man mit der VFR "normal" und unter Anlehnung an die Verkehrsregeln zum Baecker faehrt, braucht man andauernd neue Zuendkerzen, und die SpezialRennKerzen der VFR 400 sind unangenehm teuer.
Dann gaebe es da noch die 400er Ninja, auch ein sehr scharfes Geraet, um die 80PS bei wenig Gewicht - kann ich aber in Ermangelung eigener Erfahrung nichts darueber sagen. Mein Cousin war sehr zufrieden damit, bis er sie irgendwo in der Eiffel verschrottet hat.

»Ist das allgemein bei allen vollverkleideten Maschinen oder nur bei den ZZR-Kaliber, wegen des hohen Gewichts?«

Das ist allgemein so bei schweren (gewichtsmaessig schweren) Motorraedern - je mehr das Ding wiegt, desto mehr wertvoller Fahrwerksinformation wird von den traegen Massen weggebuegelt. Hat nichts mit Verkleidung zu tun.

»Auf ne Rennstrecke werde ich sicherlich nicht fahren. Zudem liegt es nicht in meinen Interesse voll am Limit zu fahren.«

Da denk in ein paar Jahren nochmal drueber nach - irgendwann werden die Sicherheitstrainings langweilig, und nirgends lernt man mehr als auf der Rennstrecke. Dazu muss man nicht voll am Limit Fahren, um Spass zu haben - voll am Limit fahren eh nur die Pros. Wir Amateure drehen da relaxed unsere Kreise, jeder wie er kann, und haben Spass dabei - aber der Lernfaktor ist einfach immens.

Gruesse...

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15.04.2006, 18:04 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

@ FLiszt

Was hälst du davon mit einer Suzuki V 650 anzufangen?

Ich habe mir deine vorgeschlagenen Maschinen angeschaut, nur bin ich einfach überhaupt kein Enduro/Supermoto Fan. Ich will eher nen Allrounder für die Strasse. Außerdem bekomm ich für geringfügig mehr Geld SV650's mit weniger km und Scheckheftgepflegt.

Bin die SV650 in der Fahrschule gefahren, bin gut zurechtgekommen. Allerdings auch nur die paar Fahrstunden, die immer gleich vorbei waren :/.

Du scheinst mir ein sehr erfahrener Motorradfahrer zu sein, also was denkst du? V2 twin mit 650ccm für den Anfang zuviel oder richtig?

Duff

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15.04.2006, 20:43 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»Was hälst du davon mit einer Suzuki V 650 anzufangen? (....) Ich will eher nen Allrounder für die Strasse. Außerdem bekomm ich für geringfügig mehr Geld SV650's mit weniger km und Scheckheftgepflegt. «

Perfekt. Nicht zu schwer, ausreichend und vernuenftig motorisiert, aber so dass es auch einen Anfaenger nicht ueberfordert, gutmuetig, dabei trotzdem spritzig, technisch Up-to-Date.. Das perfekte Anfaenger Motorrad eben, aber (im Gegensatz zu den auch oft in der Fahrschule verwendeten GS500 oder ER-5) nicht schon nach einem Jahr langweilig.
Waere das Ding nicht so haesslich, haette ich laengst eine.
Die Fahrschulen wissen eben schon, warum sie gerne auf SV650 schulen... also ich finde, sowas kann man (nicht nur als Anfaenger) durchaus kaufen und jahrelang fahren.
Und mit dem Allround haut auch hin: Das Ding macht auf der Rennstrecke keine zu schlechte Figur (da hab ich sie letztes Jahr ausprobiert), ist aber durchaus Touren- und Soziustauglich, auch Gepaeckmitnahme sollte kein Problem sein.
Wenn du eine zu einem guten Kurs bekommen kannst, nochdazu gut behandelt, gewartet und wenig Laufleistung: Kaufen.

Gruesse, FLiszt

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15.04.2006, 22:02 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Ich finde die neue Kawa ER-6f garnicht mal so übel. 72 PS und wiegt nur 180 Kg. Ich glaube dieses Motorrad werde ich auf jeden Fall testen.

Von der ZZR1400 bin ich nun auch weg. Sie hat einfach viel zuviel Leistung die man nicht braucht. Zudem wird die nicht den Komfort einer ER-6f oder ähnlichen Maschine haben.

Wichtig ist für mich eine Maschine mit ABS. Die ER-6f hat dieses.

Hast du ein paar Tips für Motorradkleidung? Ich habe jetzt mal Helm, Lederkombi, Nierengürtel, Schuhe und Handschuhe mit nen Gesamtwert von rund 1000 EURO rausgesucht. Gibt's spezielle Marken die man kaufen sollte? An der Sicherheit will ich keinesfalls sparen.

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15.04.2006, 23:07 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»Hast du ein paar Tips für Motorradkleidung? (...) An der Sicherheit will ich keinesfalls sparen. «

Sehr, sehr guter Plan. Da hilft man doch gerne ;-)

Also:

Wenn du schon einen Nierengurt kaufen willst, kauf besser gleich einen Rueckenprotektor, auch "Schildkroete" genannt. Das schnallt man sich wie einen Rucksack auf den Ruecken, und gleichzeitig wie einen Nierengurt um den Bauch. Wie oft mich dieses Ding schon vor dem Rollstuhl gerettet hat, ich kann es nicht mehr zaehlen. Von Dainese gibt es ein gutes Modell mit Gelenken, welches volle Bewegungsfreiheit auch beim Rumturnen auf dem Motorrad garantiert.

Den Helm musst du unbedingt probieren, am besten Probefahren. Es sollte natuerlich ein Integral (Vollvisier) Helm sein, nicht so ein komisches Cap ohne Kinnteil; Bilder von Gesichtern, die beim Crash einen Helm ohne Kinnteil trugen, gibt es auf www.rotten.com (Kotztuete bereitlegen).
Von den Helmen mit klappbarem Kinnteil halte ich wenig - mag sein dass es da mittlerweile recht stabile Modelle gibt, aber die Gelenke des Kinnteils sind immer eine potentielle Bruchstelle.
Der Helm sollte sich beim Kauf _deutlich_ zu eng anfuehlen, weiter wird er mit der Zeit von alleine. Und nichts ist schlimmer, als ein verrutschender Helm, der nach dem Umschauen beim Ueberholen bei >200km/h ploetzlich quer im Gesicht steht.
Markenempfehlungen kann man hier kaum aussprechen - denn es kommt sehr auf die Kopfform an, welcher Helm gut passt.
Ich fahre AGV, und mir passen am besten AGV, Shark und manche Shoei.

Bei der Lederkombi kommt es darauf an, dass sie aus durchgaengig hochqualitativem dickem Leder besteht (es ist deine zweite Haut), wenig Naehte besitzt, und die Naehte sogenannte "Sicherheitsnaehte" sind - das sind Dreifachnaehte mit grossen Ueberlappungen und sehr starkem Garn. Wenn so eine Naht doch mal aufreisst, sind noch zwei weitere da, bis sich die Kombi in ihre Einzelteile zerlegt und nackte (Menschen)Haut ueber den Asphalt schleift.
Ausserdem muss die Kombi eng anliegen, es darf nichts verrutschen - viele Leute haben sich schon Glieder gebrochen oder fiese Abschuerfungen zugezogen, weil die Protektoren beim Crash verrutscht sind.
Empfehlenswerte Marken sind "Schwabenleder", "IXS", "Waco", "Dainese", weniger toll sind die in Indien und China aus Lederresten gefertigten Hausmarken der Bikerzubehoerketten, also "FLM", "Vanucci" und wie sie heissen.
Ich persoenlich fahre Schwabenleder - Masschneiderung, damit nichts verrutschen kann.

Bei den Schuhen ist zu bedenken, dass durchaus mal ein Motorrad drauffallen kann, oder ein nachfolgender Fahrer ueber das Bein fahren kann - also gilt hier "je stabiler desto besser"; vor etwas mehr als einem Jahr, puenktlich zu Weihnachten, habe ich mir beim Fahren (bzw. Stuerzen) das Mopped auf den Fuss geworfen, mit Billig-Wasserdicht-Goretex-Tourenstiefeln - der Gips war bis eine Woche nach Sylvester dran.
Wichtig ist nicht nur der Schutz des Fusses selber, sondern auch der Knoechel und des Schienbeines.
Es gibt sehr gute Stiefel von Dainese, Daytona, Sidi und anderen - Ich persoenlich fahre "Daytona Security Evo", das sind Carbonschalen mit einem Aussenschuh aus Kaenguruhleder - nicht billig, aber sonst uneingeschraenkt empfehlenswert (damit waer das letztes Jahr nicht passiert).

Bei den Handschuhen gibt es recht viele (billig-)Modelle mit Carbon oder gar Carbonimitateinlagen ueber den Knoecheln; die Carbonteile sind mit einer kleinen Naht in den Handschuh eingenaeht. Kommt man damit stuerzenderweise auf den Asphalt, nochdazu mit dem kaum wegtrainierbaren "Abstuetzreflex", kann folgendes passieren: Die kleinen Naehtchen reissen auf, die Carbonplatten stellen sich senkrecht, und schneiden wie eine Klinge durch alle Sehnen der Hand.
Also wenn es Carbon sein muss, dann bitte grossflaechig und gut festgenaeht.
Ausserdem hat ein guter Handschuh lange Stulpen um das Handgelenk zu schuetzen und einen guten Verschluss, damit der Handschuh nicht durch den schleifenden Asphalt von der Hand gezogen werden kann.
Das beste Material ist Kaenguruhleder, mit Verstaerkungen aus Rochenleder an den besonders gefaehrdeten Stellen.
Finger weg von Handschuhen mit Metallnieten, wenn diese nicht dick mit Leder unterlegt sind - Reibung erzeugt Hitze, Metall leitet Hitze, Verbrennungen tun weh.
Ich persoenlich schwoere auf Held, habe den Held "Racing" und den Held "Phanthom". Auch Held "Galaxy" wuerde ich bedenkenlos anziehen.

Hat wenig mit der Sicherheit zu tun, aber trotzdem mitzuberechnen: Unterwaesche unter der Kombi. Damit bekommt man die Kombi auch nach einem heissen verschwitzten Tag einfach besser ausgezogen, und die Unterwaesche regelt auch die Koerpertemperatur; CoolMax von Rukka fuer den Sommer, und aehnliches Hightech (waermend statt kuehlend) fuer Fruehling und Herbst.

So, haben wir alles? Ich glaube ja - und unter dem Strich kommt heraus, dass du vermutlich mit 1000.- nicht hinkommst:

(Worst Case):
Helm ca. 500.-
Schildkroete ca. 100.-
Kombi ca. 1400.-
Stiefel ca. 600.- (Dayt. Sec. Evo)
Handschuhe ca. 150.-
Unterwaesche ca. 100.-
Alles zusammen 2850.- :-/

(Normal acceptable Case):
Helm ca. 400.-
Schildkroete ca. 100.-
Kombi ca. 700.-
Stiefel ca. 300.-
Handschuhe ca. 80.-
Unterwaesche ca. 60.-
Alles zusammen 1640.-

(Hospital Case):
Helm 150.-
Keine Schildkroete
Kombi ca. 300.-
Stiefel ca. 80.-
Handschuhe ca. 40.-
Alles zusammen 570.- + Krankenpflegekosten.

Leider ist (sicheres) Motorradfahren nicht billig - deswegen zum Schluss noch ein Sprichwort:
Wenn du einen 10-Euro-Kopf hast, dann reicht es einen 10-Euro-Helm aufzusetzen...

Bitte um Verzeihung fuer die Ernuechterung, und Gruesse...

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15.04.2006, 23:38 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Vielen Dank für diese perfekte Beschreibung ;-)

Die Schildkröte sind doch diese länglichen "Säulen" auf dem Rücken, die man auch bei der MOTO GP sieht oder?

Helme von AVG, Unex und Shark hatte ich mir auch schon Online angeschaut. Zum Glück ist bei mir Louis in der Nähe. (Motorradfachhandel). Ich muss wirklich schauen, dass ich alles die nächste Woche bekomme, danach ist der Urlaub zuende. :-(

Preis scheint ihr also wirklich die Qualität zu regieren.

"Leider ist (sicheres) Motorradfahren nicht billig"

Ist ja beim Autofahren ähnlich ;-). Müssten wir ESP, ABS, Front-, Seiten-, Kopf- und Fondairbags als Sonderausstattung kaufen, würden wir auch bei 2000 EURO landen.

Mir ist aufgefallen, dass du viel von Stürzen redest. Daran will ich irgendwie nicht denken, hehehe. Kannst du etwa abschätzen, wie oft ein durchschnittlicher Fahrer im Leben stürzt? :-D

freundliche Grüße
Lizzard :-)

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16.04.2006, 10:23 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Hi,

erstmal musst du weg vom Vergleich schnelles Auto <-> schnelles Motorrad. Mit dem Motorrad ist die Wahrscheinlichkeit viel höher dass du dich umbringst etc. Nimm erstmal ein kleines, gebrauchtes Bike (tut nicht so weh wenn man mal fällt). Wenn du damit klarkommst und das beherrschen kannst dann kauf dir was größeres, alles andere ist Selbstmord. Beim Auto siehts anders aus, da reicht ein bisschen Selbstbeherrschung um starke Autos zu fahren.

mfg
elected

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16.04.2006, 11:07 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Ich will hier keine Werbung machen, aber schau dich mal auf der BMW Motorrad Seite um. Die Bekleidung ist top (selbst angezogen und begutachtet) und du hast von "billig" bis sehhhhr teuer die Auswahl. Auch hat BMW einen Rückenprotektor im Angebot, der in so gut wie jedem Test Testsieger war.

Schau dich mal um! Werde mir auch dort mein Zeug kaufen, auch wenn ich nicht BMW Motorrad fahre *hmhm*

Duff

PS: Ich glaube statistisch gesehen fällt ein Motorradfahrer alle 5 Jahre einmal vom Bock.

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16.04.2006, 13:33 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

@fliszt: bin im Moment auch auf der Suche nach einem Motorrad, da ich bald offen fahren darf.

Vielleicht kannst du mir ja helfen, folgendes wäre mir wichtig:

- gutes Fahrwerk vor allem für enge Kurven
- Power von unten raus (am besten ne V2), sollte aber auf ner Gerade so richtig hochgezogen werden können, PS so 75- 120
- sollte wartungsarm +zuverlässig sein
-Sound!
- Soziustauglich sollte auch vorhanden sein, Autobahn- und Rennstreckentauglichkeit dagegen ist unwichtig.

Preisrahmen: bis 5000 EURO, d.h. die KTM SuperDuke ist leider net drin ;-)

An was ich dachte wäre außer ner 650er SV an eine TRX850 oder ne Aprilia Falco bzw. Tuono.

Einige Bekannte, die selbst schon länger (10 Jahre+) fahren, haben mir ne ältere Blade (Sc28 bzw. 33) empfohlen oder ist so etwas für den Umstieg von 34 PS zu stark und für enge Kurven nicht wirklich geeignet?


Würde mich freuen, wenn du helfen könntest, wirst mit Anfragen ja regelrecht überhäuft;-)


Gruss,

zink

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16.04.2006, 13:54 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»Die Schildkröte sind doch diese länglichen "Säulen" auf dem Rücken, die man auch bei der MOTO GP sieht oder?«

Nein. Ein Rueckenprotektor liegt voellig flach an und ist unter der Kombi, von aussen sieht man ihn gar nicht. Ein Beispiel dafuer (nicht das Beste vom Besten, aber eben ein Beispiel zum Anschauen) gibt es hier: http://www.louis.de/shop/shop_dispatch.php?article
_context=detail&grwgr=120&wgr=900&tota
l=36&anzeige=0&page=0&back_url=.%25252
Fshop_dispatch.php%25253Farticle_context%25253Dlis
t%252526grwgr%25253D120%252526wgr%25253D900%252526
page%25253D0&artnr_gr=20019145


Die "Saeulen" (Race-Buckel) auf dem Ruecken die man in der MotoGP (und an den meisten Race-Kombis) sieht, dienen rein der Aerodynamik; hinter dem Helm bilden sich keine Verwirbelungen, sondern die umstroemende Luft wird durch den Buckel in der Kombi ohne Stroemungsabriss nach hinten abgeleitet. Dadurch wird der Kopf durch den Luftdruck weniger stark nach hinten gepresst, und neigt weniger stark zum Rumpendeln. Interessant sind die Dinger dann, wenn man laengere Zeit zwischen 250 und 320 km/h unterwegs ist, fuer uns Otto-Normal-Fahrer sind sie Unsinn und Overhead.

»Mir ist aufgefallen, dass du viel von Stürzen redest.«

Ja, darum geht es ja wenn wir ueber Sicherheitskleidung reden. Wir wollen diese sauteuren Accesoires nicht brauchen, bzw. nicht benutzen, aber wenn der Zeitpunkt da ist, muessen wir sie halt haben, und dann je besser desto gesunder bleiben wir. Leider kann das schneller gehen als einem lieb ist: Gestern erst wollte mich eine junge Frau mit ihren Ford-Ka von der Bahn schiessen; zog einfach ohne zu gucken und Blinken auf die linke Spur, auf der ich ueberholenderweise ankam. Der Crash war nur noch durch eine schnelle Reaktion meinerseits gepaart mit einem Gasstoss und Satz nach vorne zu vermeiden.
Lies mal hier in diesem Forum rum, wieviele junge Fahrer (und vor allem Fahrerinnen) der Meinung sind, "Nicht-Blinken" sei ein Kavaliersdelikt und "Schulterblick" sei ein ueberfluessiger Akt, der nur dazu da ist dem Pruefer zu gefallen. Oops, da hab ich versehentlich die Vorfahrt - die Ampel - das Stopschild - das andere Fahrzeug uebersehen; kann ja mal passieren, passiert doch jedem, oder? .. Dass es da um Leben und Tod geht, ist in den Koepfen der meisten (jungen) Fahrer einfach nicht drin, warum auch immer.

»Daran will ich irgendwie nicht denken, hehehe. «

Tja.. Leider die falsche Einstellung. Siehe oben. Jedes Mal wenn du dich auf so einen Bock setzt, musst du damit rechnen, nicht mehr heil nach Hause zu kommen, so unangenehm der Gedanke auch sein mag. Mit solchen Dingen muessen wir uns leider auseinandersetzen, und sie auch in unsere Fahrweise und die Wahl unserer Fahrerausruestung einbeziehen. Erst gestern habe ich einen Typen getroffen, der einfach nur im Sonnenschein spazierenfahren wollte; er wollte auf seiner R1 einen vorrausfahrenden Kleinwagen ueberholen, uebersichtlich und geradeaus. Als er fast auf der Hoehe des Kleinwagens war, zog die Fahrerin ohne zu Gucken und Blinken ansatzlos auf die linke Spur. Der Motorradfahrer prallte gegen das Auto und dann in eine Leitplanke. Nach 16 Monaten in der Unfallchirurgie Murnau faehrt er jetzt Rollstuhl, leider fuer immer.

»Kannst du etwa abschätzen, wie oft ein durchschnittlicher Fahrer im Leben stürzt? :-D«

Nein, kann ich leider nicht. Vielleicht gibt es da Statistiken. Ich persoenlich bin, in 20 Jahren und 500000 Kilometern, im Strassenverkehr noch nie gestuerzt, toi toi toi.
Auf der Rennstrecke muss ich durchschnittlich einmal pro Veranstaltungswochenende in den Kies, und habe pro Jahr durchschnittlich eine nicht-ignorierbare Verletzung, also Knochenbruch, Zerrung, Baender(an)riss, ueble Prellungen und dergleichen.

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16.04.2006, 14:23 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»- gutes Fahrwerk vor allem für enge Kurven
- Power von unten raus (am besten ne V2), sollte aber auf ner Gerade so richtig hochgezogen werden können, PS so 75- 120
- sollte wartungsarm +zuverlässig sein
-Sound!
- Soziustauglich sollte auch vorhanden sein, Autobahn- und Rennstreckentauglichkeit dagegen ist unwichtig.

Preisrahmen: bis 5000 EURO, d.h. die KTM SuperDuke ist leider net drin ;-)«


Tja... Schade. Weil, alles was du da scheibst schreit geradezu nach der SuperDuke ;-)
Aber gugg doch mal die KTM-LC4 640 SM Prestige an - hat "nur" ca. 65 PS, mit einem Kit bekommt man sie auf 80 Pferde, somit laeuft sie etwa 180 km/h, und ist sehr leicht.
Alles andere - Sound, Zuverlaessigkeit, Soziustauglichkeit, Power von unten, entspricht deinen Vorgaben; und das Fahrwerk ist im engen Winkelwerk kaum zu schlagen, faehrt sich leicht wie ein Fahrrad.

»An was ich dachte wäre außer ner 650er SV an eine TRX850 oder ne Aprilia Falco bzw. Tuono.«

Die TRX und die Falco kenn ich leider nicht, da kann ich nichts drueber dagen. Ueber die SV650 habe ich mich ja in einem anderen Beitrag schon geaeussert: Prima, gutmuetig, zuverlaessig, fehlerverzeihend, spritzig, vernuenftig, kaufen. Wenn sie doch ein klein wenig schoener waere... ;-)

Die Tuono ist auch ein richtiges Goldstueck, wobei ich bei Aprilia immer etwas vorsichtig mit Aussagen ueber die Zuverlaessigkeit waere; aber vielleicht bekommen die das ja mit steigenden Marktanteilen wieder in den Griff. Fahren tut sie sich auf jeden Fall leicht und praezise, hat genug Power, klingt gut und macht Spass.

»Einige Bekannte, die selbst schon länger (10 Jahre+) fahren, haben mir ne ältere Blade (Sc28 bzw. 33) empfohlen oder ist so etwas für den Umstieg von 34 PS zu stark und für enge Kurven nicht wirklich geeignet?«

Ja die Blade. Ein Meilenstein der Motorradgeschichte. Selbst das erste Modell (SC28) ist heutzutage noch ein ernstzunehmendes Motorrad, wenngleich die Entwicklung nicht stehengeblieben ist und sie gegen die neueren Modelle aus gleichem und konkurrierendem Haus (also CBR1000RR, Ninja, R1, GSXR) nicht mehr wirklich anstinken kann.
Das Ding ist uneingeschraenkt tourentauglich, bedingt soziustauglich, mehr als ausreichend motorisiert (130PS), relativ leicht (180kg), und hat schon serienmaessig ein gutes Fahrwerk sowie gute Bremsen.
Allerdings fuehlt sie sich in langgezogenen und mittelengen Kurven am wohlsten, wenn es richtig eng wird ist man mit LC4, SuperDuke und dergleichen sicherlich im Vorteil.
Vielleicht einfach mal ausprobieren, mal ein Wochenende Blade fahren - wenn sie dir liegt, why not. Wenn dir der Sprung von 34 auf 130PS nicht zu heftig ist.

Alles in allem halte ich aber nach dem was du schreibst, die SV650 fuer den idealsten Kompromiss, wenn man mal von der LC4 und der Duke absieht.

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16.04.2006, 19:56 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

>>>Die "Saeulen" (Race-Buckel) auf dem Ruecken die man in der MotoGP (und an den meisten Race-Kombis) sieht, dienen rein der Aerodynamik<<<

Aaahh! Ok danke :-D

>>>Ich persoenlich bin, in 20 Jahren und 500000 Kilometern, im Strassenverkehr noch nie
gestuerzt, toi toi toi.<<<

Ui, das beruhigt mich ja. Gerade bei dir, wo du ja scheinbar immer ziemlich flott unterwegs bist. Aber vielleicht ist dies genau der Grund, warum du noch nie hingeflogen bist.

Ich bin damals als Jugendlicher viel Fahrrad gefahren, als Autoersatz :-P
Seit ich 16 bin, bin ich nichtmehr hingeflogen. Warum? Weil ich dann scheinbar erst richtig Fahrrad fahren konnte. Komischerweise bin ich ab 16 immer riskanter gefahren, wo man meinen müsste, dass das Unfallrisiko steigt. Aber das ist nicht passiert.

Mit riskanter meine ich kleine "Rennstrecken" abgesteckt und dann versucht gegen die eigene Zeit zu fahren :-D Natürlich auch im normalen Straßenverkehr so schnell wie's geht, bis meine Pumpe nichmehr wollte ;-) Jaja, das waren Zeiten hehehe...

Auch wenn Mopedfahren sicherlich noch etwas anderes ist, sind die physilkalischen Abläufe gleich oder sehr ähnlich. Vielleicht bringt mir das ja ein bisschen Vorkenntnis für's Motorrad ;-)

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16.04.2006, 20:36 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

»Tja... Schade. Weil, alles was du da scheibst schreit geradezu nach der SuperDuke ;-)
Aber gugg doch mal die KTM-LC4 640 SM Prestige an - hat "nur" ca. 65 PS, mit einem Kit bekommt man sie auf 80 Pferde, somit laeuft sie etwa 180 km/h, und ist sehr leicht.
Alles andere - Sound, Zuverlaessigkeit, Soziustauglichkeit, Power von unten, entspricht deinen Vorgaben; und das Fahrwerk ist im engen Winkelwerk kaum zu schlagen, faehrt sich leicht wie ein Fahrrad.«


Ja, die Super Motos. Würde mir schon gefallen, vor allem was da Schräglagenmäßig drin ist. Habe schon einige Sportlerfahrer gehört, um die die SM's auf winkligen Strecken Kreise gefahren sind. Aber ob sie langstreckengeeignet ist, ist die andere Frage. Sieht mir zu sehr noch Nur- Spassgerät aus...

»Die TRX und die Falco kenn ich leider nicht, da kann ich nichts drueber dagen. Ueber die SV650 habe ich mich ja in einem anderen Beitrag schon geaeussert: Prima, gutmuetig, zuverlaessig, fehlerverzeihend, spritzig, vernuenftig, kaufen. Wenn sie doch ein klein wenig schoener waere... ;-)

Die Tuono ist auch ein richtiges Goldstueck, wobei ich bei Aprilia immer etwas vorsichtig mit Aussagen ueber die Zuverlaessigkeit waere; aber vielleicht bekommen die das ja mit steigenden Marktanteilen wieder in den Griff. Fahren tut sie sich auf jeden Fall leicht und praezise, hat genug Power, klingt gut und macht Spass.«


So gehts mir, um ehrlich zu sein, mit der Sv auch :-)
Und mit der Tuono und zuverlässigkeit hast du wahrscheinlich sogar recht, obendrein scheint man sie erst ab 6000 EURO zu bekommen...

Die Blade werde ich dann mal probefahren, sobald ich offen fahren darf... Bin auf den Druck im Gegensatz zu meiner 34ps Maschine gespannt...

Ein Modell, das ich vergessen hatte zu erwähnen ist die VFR800... Von der hört man ja eigentlich nur Gutes, oder?


MfG,

zink

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05.06.2006, 21:39 Uhr

zu: Kawasaki ZZR1400

Mit Stürzen oder Umfallern ist am Anfang in jedem Fall zu rechnen. Sinnvoll, wenn Verkleidungsteile auf dem Gebrauchtmarkt gut und bezahlbar angeboten werden.

Den direkten Zusammenhang zwischen Modell und Risiko sehe ich nicht. Wenn es kracht, dann meist wegen Fahrfehlern (in Kurve zu schnell eingefahren, falsch gebremst...) oder einfach aus Pech. Nicht, weil die Maschine 50PS zu viel hatte. Im Umkehrschluß: kann sich der Fahrer halbwegs beherrschen, ist die Leistung nahezu irrelevant. Und: ein gewisses Maß an Drehmoment kann lebensrettend sein, wenn man sich z.B. beim Überholen verschätzt hat.

Habe selbst letztes Jahr den A direkt gemacht und trotz aller Warnungen einen grünen 750er Supersportler gefahren. Fährt sich sehr angenehm, recht gutmütig und kontrollierbar. Wenn ich auch weiß, mit der Fahrpraxis von 6000km das Potential nicht ausnutzen zu können, so bleibt dennoch die Erkenntnis:

-Zumindest bisher kein Unfall, wenn es auch beim Überholen 1x sehr sehr eng war (zum Glück nicht mit 34PS, denn dann hätte es gekracht).

-Das Drehmoment ist eher zu gering als zu hoch. Keinesfalls fliegt man gleich aus der Kurve, wenn man versehentlich zu viel Gas gibt. Eher schon muß man in der Kurve weit runterschalten, um merklich rauszubeschleunigen. 750 Kubik sind nicht zu viel, sondern einfach angemessen. Die Leistung hat der Motor eh erst im 10.000er Bereich. Keiner zwingt den Anfänger, gleich mit hohen Drehzahlen Vollgas zu fahren.

-Wheelies gehen nur mit Vollgas gerade so nicht. Deshalb keine Überschlaggefahr. Bei den Blades anders, aber auch nur im hohen Drehzahlbereich und unteren Gang. Ne ZZR wird man auch im mittleren Gang umwerfen können.

-Fahrerfahrung=notwendig. Langsam steigern und nichts überstürzen.

Zur Bekleidung: unter einer gewissen Grenze wird es minderwertig. Jedoch sind gute Sicherheitsanforderungen bereits recht früh erfüllt - der Rest geht dann nur noch zum Komfort, dser Langlebigkeit und dem Service.

Beim Helm z.B. ist die Ausgang von 400EUR sicher nicht notwendig. Sicherheitsaspekte wie Thermoplast-Schale, antibeschlagbeschichtung, solider Kinnriemen usw. gibt es schon für knapp über 100 EUR. Für das 4-fache des Geldes erhält der Käufer dann: geringerers Gewicht, langzeitstabile Kohlefaserschale, bessere Geräuschdämpfung, zugfreie Belüftung usw.

Bei den restlichen Artikeln ebenso. Stiefel für 30 EUR müssen nicht sein, aber selbst gute Markenmodelle von Daytona sind für unter 200 zu bekommen. Der EVO ist etwas übertrieben.

Bei den Handschuhen ist Held sicher eine sehr gute Wahl. Zwar gibt es sichere Modelle auch schon um 60 EUR - die Langlebigkeit ist aber sehr beschränkt. Wenn nach 6 Monaten die Farbe abblättert oder der Klettverschluß sich zerfasert, ist dies lästig. Zwar gibt es auch bei Held und Dainese in der Garntiezeit gelöste Nähte - die Gesamtqualität ist dennoch die Investition wert. Zudem repariert Held auch nach der Garantie zum fairen Preis. Selbst scheinbare Totalschäden (im Forum habe ich Bilder nach einem Sturz aus 260km/h gesehen) wurden zu 1/3 des Neupreises sauber repariert.

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Amtliche Prüfungsfrage Nr. 1.2.36-001 / 3 Fehlerpunkte

Ein Polizeibeamter regelt auf einer Kreuzung den Verkehr, obwohl die Ampeln in Betrieb sind. Was gilt?

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Wenn keine Haltlinie vorhanden ist, vor dem Lichtzeichen

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