Toyota iQ: Eine intelligente Lösung zur rechten Zeit
Den iQ eines Autos misst man nicht an seiner Größe. So wie der Prius neue Maßstäbe in Sachen Antriebstechnologie gesetzt hat, so soll der iQ unser Denken von kompakten, umweltverträglichen Autos in grundsätzlich neue Bahnen lenken.
Das Toyota-Team setzte sich das Ziel, ein auf revolutionäre Weise hochentwickeltes kompaktes Auto zu bauen, das gleichzeitig dazu beiträgt, die Belastung der Innenstädte zu reduzieren. Vor etwa drei Jahren gab Toyota grünes Licht, präsentierte schließlich auf der IAA 2007 in Frankfurt die erste iQ Konzeptstudie.
Obgleich der ebenfalls im A-Segment positionierte AYGO sogar 420 Millimeter länger ist als der iQ, handelt es sich bei ihm doch eindeutig um ein Einsteiger-Modell. Im Unterschied dazu ist der Yaris im Herzen des B-Segments positioniert und spricht unter anderem junge Familien an, die ihn als Erstwagen schätzen. Der iQ hingegen unterscheidet sich mit seinen radikalen Lösungen deutlich von allen bisherigen Kompaktautos. Er repräsentiert einen Meilenstein in der Automobilkonstruktion und vereint fortschrittliche Details mit einem hohen Maß an Fahrkultur, die uns in dieser Form bislang nur in wesentlich größeren Fahrzeugen begegnet ist. Das japanische Werk in Takaoka nimmt im November 2008 die Fertigung des iQ auf. Noch im gleichen Monat kommt das neue Modell in Japan auf den Markt, während der Verkaufsstart in Europa Anfang 2009 erfolgt. Derzeit ist die Fertigung von etwa 100.000 Einheiten pro Jahr geplant, 80 Prozent davon sind für den europäischen Markt vorgesehen.
Der iQ baut auf einer völlig neu entwickelten Plattform auf. Er ist exakt 2,985 Meter lang und damit nur einen Hauch länger als ein Smart. Im Gegensatz zum Smart fortwo bietet der iQ aber nicht nur mehr Plätze. Die außergewöhnliche Raumausnutzung des Kleinen basiert auf gleich sechs Innovationen: Ein neues Differential an der Vorderachse und das kompakte Lenkgetriebe schaffen im Motorraum Platz, wodurch die Haube extrem kurz ausfällt. Eine sehr klein gehaltene Klimaanlage, schmale Sitzlehnen und ein nur zwölf Zentimeter hoher, unter dem Fahrzeugboden angebrachter Tank mit 32 Litern Inhalt sorgen für Raum.
Optisch fällt vor allem die sechste Neuerung auf — die so genannte asymmetrische Armaturentafel. Auf der Beifahrerseite wurde die Tafel deutlich weiter vorn platziert als auf der Fahrerseite. Den so gewonnenen Platz kann man nutzen, um den Beifahrersitz ohne allzu große Komforteinbußen relativ weit nach vorn zu stellen, was wiederum Raum für den dahinter sitzenden Passagier schafft. Alles in allem hat Toyota hier ein Raumspar-Wunder vollbracht.
Technische Daten Toyota iQ: Kleinstwagen mit 3+1 Sitzen, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 2,99 Meter/1,68 Meter/1,50 Meter/2,00 Meter, Gepäckraum: 32 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen: 238 Liter; Motoren: 1,0-Liter VVT-i Benziner, manuelles Fünfganggetriebe, 50 kW/68 PS, max. Drehmoment: 91 Nm bei 4 800 U/min, 0-100 km/h: 14,1 s, Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,3 Liter Benzin, CO2-Ausstoß: 99 g/km, Abgasnorm: Euro IV, Preis: ab 12.700,- Euro; 1,4-Liter Diesel, manuelles Sechsganggetriebe, 66 kW/90 PS, 190 Nm zwischen 1800 und 3200 U/min, 10,7 s, 170 km/h, 4,0 Liter Diesel, 104 g/km, Euro IV, Preis: ab 14.900,- Euro.

Über den Autor
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Peter Hambach
Versicherungsfachwirt und Motorjournalist.
Seit mehr als einer Dekade bei allen Autoherstellern akkreditiert, Inhaber und eigenverantwortlicher Leiter des
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