Suzuki Alto: Jetzt in neu

Der Neue ist ein attraktiver, günstiger und sparsamer Kleinwagen in der Cityflitzer-Klasse. Im April 2009 kommt er nach Deutschland. Zu Preisen ab 8.900 Euro startet der fünftürige Kleinstwagen bereits in der fünften Generation.

Suzuki Alto

Der neue Alto startet in drei Ausstattungslinien. In der "Basic" Version verfügt der Alto bereits über vier Airbags, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und die Kindersitzbefestigung Isofix. Den Schleuderschutz ESP gibt es erst für 1.000 Euro Aufpreis in der Ausstattungslinie "Club", dafür gibt es auch zusätzlich zwei Kopf-Airbags und eine Klimaanlage.

In Fragen der Sicherheit erhält man den am besten ausgestatteten Wagen unter 10.000 Euro. In der Top-Linie "Comfort" für 10.900 Euro sind noch ein CD-Radio und Nebelscheinwerfer an Bord. Ähnlich wie der Splash besitzt auch der Alto große Kulleraugen-Scheinwerfer und eine grinsende Vorderfront - und erfüllt damit das besonders auf Frauen wirkende Kindchenschema.

Für den Antrieb sorgt der bekannte 1,0-Liter-Benziner mit 50 kW/68 PS, der an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt ist. Gegen 1.300 Euro Aufpreis ist eine Vierstufen-Automatik zu haben. Das kleine Aggregat erfüllt die Euro-5-Norm und soll sich, laut Suzuki, mit lediglich 4,5 Litern Super auf 100 Kilometer zufrieden geben. Auch mit dem kleinen Motor kommt der Alto in der Stadt zügig voran, 14 Sekunden von 100 km/h erschweren das Überholen allerdings ein wenig. Und bei 155 km/h ist auf der Autobahn dann auch Schluss.

Das Rangieren gelingt dem 855 Kilogramm leichten Wicht dafür dank eines Wendekreises von neun Metern selbst in der engsten Gasse spielend. Angenehm fällt auch auf, dass der Dreizylindermotor selbst bei höherem Tempo keinesfalls laut wird. Bei 130 km/h ist es im Innenraum des Alto auf jeden Fall wesentlich ruhiger als in den meisten anderen Kleinstwagen. Ebenfalls besser als man zunächst vermuten sollte liegt der Suzuki auf der Straße. In sportlich gefahrenen Kurven verhält er sich recht stabil, ohne dass das ESP eingreifen muss. Schlaglöcher federt er für einen Fahrzeug seiner Größe gut ab. Die Lenkung ist gut abgestimmt, auch die Bremsleistung kann nicht bemängelt werden.

Suzuki Alto Innenraum

Der Innenraum hingegen kann weniger überzeugen. Auch wenn das Platzangebot aufgrund des Radstands von 2,36 Metern für alle vier Insassen von einer Größe bis zu 1,78 Meter akzeptabel ist, schmerzt nach längerer Fahrt der Rücken. Die Verarbeitung kann als solide bezeichnet werden, Ablagen für Kleinigkeiten sind auch genug vorhanden und alles ist übersichtlich angeordnet. In den Kofferraum passen, nach Überwindung der relativ hohe Ladekante, 129 Liter Gepäck, was zwei Handgepäcktrollys entspricht. Durch das Umklappen der Lehnen wird der Laderaum auf 367 Liter erweitert, wird bis unter das Dach beladen, sind 774 Liter Gepäck möglich.

Angesichts des günstigen Preises, des gefälligen Außendesigns und der recht umfangreichen Serienausstattung treten die Kritikpunkte schnell in den Hintergrund. Denn in der Stadt macht der gemeinsam mit dem baugleichen Schwestermodell Nissan Pixo im indischen Suzuki-Werk produzierte Alto eine gute Figur. Wer nicht viel mehr möchte, als von A nach B zu fahren, ist mit dem Neuling gut und günstig bedient.

Suzuki Alto



 
  Über den Autor

 
  Peter Hambach  

Peter Hambach

Versicherungsfachwirt und Motorjournalist.
Seit mehr als einer Dekade bei allen Autoherstellern akkreditiert, Inhaber und eigenverantwortlicher Leiter des

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