Skoda Octavia: Die interessantere Alternative

Skoda hat die zweite Auflage seines Bestsellers Octavia ausführlich überarbeitet. Das Facelift ist innen wie außen umfassend ausgefallen. Davon unberührt gehen die RS-Versionen und der Kombi Scout ins neue Modelljahr 2009.

Skoda Octavia Kombi

Die augenscheinlichste Erneuerung sind die Scheinwerfer. Sie sind deutlich größer als bisher und im äußeren Bereich nach oben in die Kotflügel hochgezogen. Auch das Innere der Scheinwerfer ist neu, die Blinker sind nicht mehr klar abgegrenzt, und der Octavia-Schriftzug an den Seiten hilft einem bei der Fahrzeugsuche, nicht in einen Superb einzusteigen. In diesen Xenon-Leuchten integriert ist ein Tagfahrlicht und optional ein Abbiegelicht. Der erneuerte Oktavia steht ab 3. Januar 2009 zu Preisen ab 15.290,- € bei den Händlern, der ebenfalls neue Octavia Kombi kostet jeweils 1.140,- € mehr.

Am Heck wurde der Skoda lediglich an der charakteristischen C-Form der Heckleuchten verändert. Das Innenleben ist nun durch einen hellen Mittelsteg zwischen Blinker und Rückfahrleuchten betont. Größere anklappbare Außenspiegel komplettieren die Veränderungen im Außenbereich. Im tadellos verarbeiteten Innenraum orientiert sich der Octavia hier wieder stark am neuen Golf. Hier gefällt das neue Kombiinstrument, es stammt ebenso wie das griffige Lenkrad aus dem Superb. Bisher waren die VW-Instrumente blau und die von Skoda grün beleuchtet. Jetzt sind sie im einheitlichen Familien-Weiß.

Skoda Octavia, Innenraum

Unverändert blieb das gute Raumangebot im Octavia. Fünf Personen reisen bequem, dazu steht hinter der weit aufschwingenden Heckklappe ein Gepäckvolumen von 560 Litern zur Verfügung, das sich nach Umklappen der Rücksitzbank auf maximal 1.420 Liter erweitern lässt. Beim Kombi wächst das Ladevolumen von 580 auf 1.620 Liter. Das Motorenprogramm beinhaltet vier Benziner- und zwei Dieselmotoren. Der Octavia wird ergänzt um den ebenso neuen wie bei VW beliebten TSI mit 122 PS aus 1,4 Litern Hubraum und 6,6 Litern Normverbrauch, der - wie jetzt auch das 1,8-Liter-Pendant mit 160 PS - mit dem Siebengang-DSG kombiniert werden kann. Die größere Variante ist jetzt, allerdings nur mit Schaltgetriebe, auch als Allradmodell und "Scout" zu haben. Der 1,6 FSI mit 115 PS und der 2,0 FSI mit 150 PS entfallen. Der Octavia 1,4 TSI kostet wenigstens 20.790,- €, in Kombination mit DSG sind es dann 22.490,- €.

Bei den Dieseln wird Skoda von der deutschen Konzernmutter wohl erst nachträglich beschert. So bleibt es zunächst bei der 1,9 TDI Version mit 105 PS, der ab 24.730,- € zu haben ist. Beim 2,0 TDI, ab 26.730,- € erhältlich, handelt es sich nach wie vor um die überholte Pumpe-Düse-Variante, und der Common-Rail-Diesel mit 170 PS bleibt den sportlicheren RS Varianten für 29.890,- € vorbehalten. Sowohl mit dem neuen als auch mit allen anderen angebotenen Motoren erlaubt das Fahrwerk eine recht sportliche Fahrweise, die dank des berechenbaren leichten Untersteuerns in schnellen Kurven gut zu beherrschen ist. Lediglich auf etwas holprigeren Straßen wirkt die Federung bisweilen etwas grob. Hier würde man sich ein bisschen mehr von der Skoda-typischen Vernunft wünschen.

Skoda Octavia Limousine

Serienmäßig verfügen alle Octavia über sechs Airbags, neue aktive Kopfstützen, Nebelscheinwerfer, ein höhen- und längseinstellbares Lenkrad, höhenverstellbare Vordersitze und elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel. ESP kostet in der Basisversion Classic 300,- € Aufpreis. Die Ausstattungslinie Ambiente für 2.700,- € extra bietet unter anderem elektrische Fensterheber vorn und eine halbautomatische Klimaanlage, dazu Parksensoren am Heck sowie einen Tempomat. Die Version Elegance kostet nochmals 2.200,- € mehr und wartet darüber hinaus auch mit serienmäßiger Reifendrucküberwachung, Klimaautomatik, Regensensor, Multifunktionslenkrad und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen auf. Fazit: Der neue Octavia bietet wieder solide Volkswagen-Technik zu vergleichsweise günstigen Preisen, er ist mehr denn je eine interessante Alternative zu den Konzernbrüdern Audi A4, VW Golf und Passat Variant.



 
  Über den Autor

 
  Peter Hambach  

Peter Hambach

Versicherungsfachwirt und Motorjournalist.
Seit mehr als einer Dekade bei allen Autoherstellern akkreditiert, Inhaber und eigenverantwortlicher Leiter des

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