Lancia Delta: Phoenix aus der Asche
Lange war es ruhig bei Lancia. Vier Jahre ist es her, dass Lancia zum letzten Mal eine Premiere feierte. Der neue Delta soll der traditionsreichen Marke endlich wieder zu altem Glanz verhelfen.

Das ist bitter nötig. Denn inzwischen hatten selbst Liebhaber die Marke schon fast aufgegeben. Dabei ist Lancia in Italien, wo 80 Prozent aller Fahrzeuge verkauft werden, auf den Straßen durchaus präsent. Hierzulande aber sind kaum Lancia-Modelle zu sehen. Lediglich 2500 Neuzulassungen weist das Kraftfahrtbundesamt für das vergangene Jahr aus.
Doch jetzt gibt die noble Fiat-Tochter wieder Gas. Hoffentlich reicht dafür ein aufgemöbelter Fiat Bravo! Damit der feine Wagen für die Kompaktklasse nicht nur ein Strohfeuer ist, sind bereits weitere Neuerscheinungen geplant.
Mit einem Radstand von 2,70 und einer Länge von 4,52 Metern steht er an der Nahtstelle zwischen Kompakt- und Mittelklasse. Weil zudem auch noch die geteilte Rückbank verschiebbar ist und man so jeden Tag aufs Neue einen Kompromiss zwischen Kofferraum und Kniefreiheit suchen kann, erreicht der Delta mutmaßlich den Besitzer eines Audi A3 ebenso wie den Fahrer eines Volvo S60 oder eines Alfa 156.

Für den Komfort steht neben dem noblen Ambiente eine Reihe neuer, zum Teil allerdings aufpreispflichtiger Assistenzsysteme wie der halbautomatische Parkroboter oder das aktive Fahrwerk. Und auch für die Sicherheit wird einiges getan. Sieben Airbags, ein weiterentwickeltes ESP mit aktiver Drehmomentverteilung und eine Lenkhilfe gehören neben Klimaanlage, CD-Radio und statischem Kurvenlicht zur Serienausstattung. Adaptives Kurvenlicht oder eine elektronische Spurführung gibt es gegen Aufpreis. Auch wenn der Delta mindestens 19.990,- Euro kostet und damit etwa 20 Prozent teurer ist als ein etabliertes Modell aus der Kompaktklasse, ist der vornehme Italiener trotzdem ein attraktives Angebot.

Drei Ausstattungsvarianten (Argento,Oro Platino) stehen zur Verfügung. In der Top-Variante Platino wird mit der Zwei-Ton-Lackierung eine alte Lancia Tradition wieder erweckt. Die Motorpalette wird heruntergefahren. Bei den Benzinern stehen zwei PS-Varianten zur Verfügung, eine 120 PS und eine 150 PS-Alternative aus jeweils einem 1,4 T-Jet Motorblock. Für Freunde der Glühzündung gibt es einen 1.6 Multijet mit 120 PS und einen 2.0 Multijet mit 165 PS. Erstmals wird auch eine Twinturbo mit 190 PS und 1.9 Liter angeboten. Alle Motoren werden mit einer Sechsgang- Handschaltung gekoppelt. Für den 1.6 wird eine Halautomatik angeboten. Die Preise beginnen mit den 1.4 T-Jet Argento bei 19.999,- Euro und steigern sich bis zum Platino 1.9 Multijet Twinturbo für 30.200,- Euro.
Hersteller-Link: www.lanciadelta.de

Über den Autor
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Peter Hambach
Versicherungsfachwirt und Motorjournalist.
Seit mehr als einer Dekade bei allen Autoherstellern akkreditiert, Inhaber und eigenverantwortlicher Leiter des
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