Dacia Duster - billig ins Gelände?

von Peter Hambach
Dacia Duster

Duster heißt die neueste Dacia Studie, sie soll mit einer Länge von 4,25 Meter den Charakter eines sportlichen Coupés mit den Annehmlichkeiten eines MPV (Multi Purpose Vehicles) vereinigen.

Einige seiner Extravaganzen sind die fehlende B-Säule und die gegenläufig angeschlagenen Türen, die den Einstieg in das Modell besonders bequem gestalten sollen. In den 80ern hatte Dacia schon einmal einen geländegängigen Duster im Programm. Mit dem jetzt auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellten MPV präsentieren die Rumänen ihr erstes Crossover Concept Car. Diese Studie dürfte ein Ausblick auf das möglicherweise zu erwartende Dacia-SUV sein.

Mit seinen 4,25 Metern Länge soll der Duster ideal für den Einsatz im Stadtverkehr sein. Mal sehen, ob ihm das mit einer Höhe von 1,49 Meter und einer Breite von 1,64 Meter sowie den kurzen Überhängen (65 Zentimeter vorne, 80 Zentimeter hinten) gelingt. Der lange Radstand von 2,80 Meter signalisiert jedenfalls, dass den Passagieren ein großzügiger Innenraum zur Verfügung steht. Der Duster verblüfft mit seinem bulligen Design, die fließenden Linien sorgen jedoch für einen möglichst geringen Luftwiderstand. Einen Optimierung wurde durch die auf dem Dach fixierten Blinker in Flossenform erreicht; die Außenspiegel sitzen beim Duster auf den beiden vorderen Türen. Das komplett verglaste Dach sorgt zudem für einen besonders hellen Innenraum. Die günstige Aerodynamik (Cw 0.30) soll sich in einem niedrigen Kraftstoffbedarf wiederspiegeln.

Dacia Duster

Ein weiteres außerordentliches futuristisches Merkmal sind die vom Kühlergrill aus in die Kotflügel fließenden Scheinwerfer, die fast bis zu den Türen reichen und dem Duster ein unverwechselbares Gesicht verleihen. Die Seitenansicht des in anthrazitgrau gehaltenen Concept Cars dominieren die großen Glasflächen und die 21-Zoll-Leichtmetallfelgen. Angetrieben wird der Duster von dem bekannten 1.5 dCi-Motor mit 105 PS und Partikelfilter. Damit soll der Verbrauch bei durchschnittlich 5,3 Litern auf 100 Kilometern liegen. Den CO2-Ausstoß gibt Dacia mit 139 Gramm pro Kilometer an.

Das beeindruckende Äußere setzt sich im Innenraum fort. Sind die Passagiere über die früher so genannten “Selbstmörder-Türen“ eingestiegen, fallen die beiden versetzt platzierten, sehr dünnen Vordersitze sowie das dynamisch gezeichnete Armaturenbrett auf. Weiteres Highlight: Zum Transport eines Moutainbikes kann der Beifahrersitz per Knopfdruck auf Schienen unter den Fahrersitz geschoben werden. Somit wächst der Stauraum auf zwei Kubikmeter an.

Zahlreiche Ablagemöglichkeiten sollen den praktischen Charakter des Duster betonen. Das Kofferraumvolumen gibt Dacia, ohne Umbau, mit 470 Liter an. Mit seinem Leichtgewicht von nur 1.300 Kilogramm soll der Duster in 9,6 Sekunden auf Tempo 100 sprinten können. Geschaltet wird manuell mittels des Sechsganggetriebes. Ob der Duster in Serie gehen wird, steht leider noch nicht fest, zu wünschen wäre es ihm jedoch!



 
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  Peter Hambach  

Peter Hambach

Versicherungsfachwirt und Motorjournalist.
Seit mehr als einer Dekade bei allen Autoherstellern akkreditiert, Inhaber und eigenverantwortlicher Leiter des

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