Der Preiskampf geht weiter: Chevrolet Cruze
Mit günstigen Einstiegspreisen und gefälligem Design will der Chevrolet Cruze ab Mai 2009 in der Kompaktklasse Erfolge feiern. Als letzte Altlast aus der Daewoo-Ära wird der gealterte Lacetti in den Ruhestand beordert. An seine Stelle tritt der kecke und selbstbewusste Cruze, der nicht mit Schrägheck und großer Klappe, sondern als klassisches Stufenheck punkten will.

Der neue Chevrolet Cruze will die Messlatte für Design-Anmutung, Fertigungsqualität und Laufkultur in Europas Kompaktklasse anheben. Unterstützt von einer voraussichtlich sehr guten Einstufung beim Euro-NCAP-Sicherheits-Crashtest und einer neuen Motorengeneration, soll der Cruze die neue globale Designsprache der Marke Chevrolet einläuten. Die bogenförmige Dachlinie, die von der flachen Windschutzscheibe in die schräg stehenden C-Säulen übergeht, ist das hervorstechende Design-Merkmal der Karosserie. Gepaart mit einem kurzen Heck bringt der Cruze erstmals den Look eines viertürigen Coupés in die Kompaktklasse.

Der Innenraum der fünfsitzigen Limousine zeichnet sich durch stilvolle und fließende Linien aus, die das sportliche und behagliche Ambiente unterstreichen. Genarbte, matte und Soft-Touch-Oberflächen verstärken die qualitativ höherwertige Anmutung, die über den Standard in der Kompaktklasse hinausreicht. Eine manuell regulierbare Klimaanlage steht in der Basisversion optional zur Verfügung, in der LS-Variante ist sie serienmäßig enthalten. Die LT-Ausstattung bietet ab Werk eine Zwei-Zonen Klimaautomatik.
Alle Ausstattungsvarianten verfügen über einen Innenraumfilter und eine beheizte Heckscheibe. Ein CD-Radio-Audiosystem mit MP3-Anschluss und zweifarbigem Grafikdisplay gehört zur Basis- und zur LS-Ausstattung. In der LT-Variante wird das Audiosystem durch einen sechsfachen CD-Wechsler und einen USB-Anschluss in der Mittelkonsole für einen iPod ergänzt. Ein CD-Navigationsgerät mit sieben Zoll (17,8 cm) großem Farbdisplay für die Kartendarstellung wird in allen Ausstattungsvarianten angeboten, eine Premiere für Chevrolet.

Die sportlich gezeichnete und stattliche 4,60 Meter messende Stufenhecklimousine versteht sich als Nachfolger der glücklosen Modelle Lacetti und Nubira und tritt gegen Wettbewerber wie VW Jetta, Ford Focus oder Skoda Octavia an. Die Triebwerkspalette umfasst zum Start einen 1,6- und einen 1,8-Liter-Super-Benziner mit 83 kW/113 PS und 104 kW/141 PS sowie einen 2,0-Liter-Diesel mit 110/150 PS. Mit einem Einstiegspreis von 14.990 Euro ist der Cruze ein richtiger Preisbrecher in der Kompaktklasse: Er ist rund 1.600 Euro billiger als sein vergleichbarer Vorgänger und bis zu 5.000 Euro preiswerter als die Wettbewerber. So preiswert ist der bei GM Daewoo in Korea entwickelte Chevrolet Cruze aber nicht in allen Versionen. Schon die 1,8-Liter-Version bewegt sich mit Preisen ab 19.690 Euro auf dem Niveau vieler Konkurrenten, zu denen auch der Opel Astra zählt. Allerdings ist der Chevy moderner als der Astra, basiert er doch bereits auf der neuen Delta-Plattform, die beim Astra erst in der Ende 2009 startenden neuen Generation zum Einsatz kommt.

Über den Autor
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Peter Hambach
Versicherungsfachwirt und Motorjournalist.
Seit mehr als einer Dekade bei allen Autoherstellern akkreditiert, Inhaber und eigenverantwortlicher Leiter des
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